(KM) Die Victoria Elf musste im Auswärtsspiel bei Freya Marienwerder ohne Michael Bathke, Alexander Grosch und Alexander Trapp antreten. Dazu kam, dass Matthias Bock und Michael Aust unter der Woche krankheitsbedingt das Bett hüten mussten und nicht im Besitz ihrer vollen Kräfte waren. Die somit erheblich veränderte Anfangself sorgte trotzdem von Beginn an für viel Druck nach vorn. In den ersten 20 Spielminuten ergaben sich sehr gute Möglichkeiten, um in Führung gehen zu können. Der Gastgeber wirkte zu diesem Zeitpunkt unsortiert und teilweise verunsichert in seinen Aktionen und konnte sich aus der eigenen Hälfte nur mit langen planlosen Bällen befreien. Im Templiner Mittelfeld wirkte zum ersten Mal Marcin Osowice von Beginn an mit. Doch ihm merkte man die fehlende Spielpraxis an. Die fehlende Bindung zu seinen Mitspielern war phasenweise augenscheinlich. Nicht immer kam der entscheidende Pass nach vorn an oder die Mitspieler gingen nicht auf seine Ideen ein. Nach einer starken halben Stunde ließen die Templiner ihrem Gegner unverständlicherweise mehr Raum beim Spielaufbau. Der Gastgeber sorgte insbesondere bei Standardsituationen für Gefahr im Templiner Strafraum. Die Freya-Angreifer Krüger und Tegge waren ansonsten bei Sandro Drescher und Lukas Milster gut aufgehoben und konnten sich in der ersten Halbzeit nicht zwingend in Szene setzen. Das Geschehen spielte sich bis zur Halbzeitpause im Mittelfeld ab. Die Räume waren von beiden Mannschaften zugestellt, so dass das Spiel immer wieder durch kleine Fouls vom nicht sehr umsichtigen Schiedsrichter unterbrochen werden musste. Viele Templiner Zuschauer fragten sich in der Halbzeitpause, warum ihre Mannschaft das Angriffsspiel über die Außen förmlich eingestellt hatte.
Auch im zweiten Abschnitt konnte sich keine Mannschaft einen sichtlichen Vorteil erarbeiten. Das Spiel ähnelte dem der ersten Halbzeit. Der Gastgeber versuchte mit langen Bällen aus der Abwehr seine Angreifer in Position zu bringen. Hier standen die Mannen um Christian Bock zumeist sicher. Auf der anderen Seite ließen die Kurstädter weiter das geordnete Aufbauspiel über die Flügel vermissen. Je länger das Spiel lief, desto mehr hatte man den Eindruck, dass ein Tor die Partie entscheiden würde. Beide Mannschaften waren darauf bedacht, das eigene Tor sauber zu halten und einen Ausrutscher der Hintermannschaft des Gegners bestrafen zu können. In der letzten Viertelstunde drückten die Blau-Gelben noch einmal auf den Führungstreffer. Aber der Gastgeber verteidigte aufopferungsvoll und in einigen Situationen auch mit Glück die Templiner Angriffsaktionen. Der Schlussmann von Marienwerder musste bei Torschüssen von Marcel Günther, Matthias Bock und Sandro Drescher sein ganzes Können aufbieten, um den Rückstand zu verhindern. Am Ende haderten die Victoria-Kicker mit ihren sogenannten "Hundertprozentigen" aus der ersten Halbzeit und ließen die Köpfe nach dem Schlusspfiff hängen. Mit der Punkteteilung kann man jedoch auf Templiner Seite zufrieden sein. Sie blieben im vierten Spiel hintereinander ohne Gegentreffer im ersten Landesligajahr.
Templin: Andreas Nofz, Sandro Drescher, Lukas Milster, Christian Bock, Sascha Heller, Patric Schwarz, Marcel Günther, Martin Falk, Marcin Osowice (46. Michael Aust), Felix Hoff (77. Michael Grosch), Mathias Bock