Man war wieder bemüht, den Fußballsport in Bewegung zu bringen. Vereinsmäßig war es nicht mehr möglich, denn durch die damaligen gesetzlichen Bestimmungen - erlassen durch den Aliierten Kontrollrat - galten alle bis vor dem 8. Mai 1945 bestehenden Vereine als aufgelöst. Sport durfte nur noch innerhalb der bestehenden Kreisgrenzen durchgeführt werden. Deshalb wurde der Sport nur auf kommunaler Ebene durch das "Sportamt Templin" zugelassen.
Bereits am 14. Mai 1946 spielte eine Templiner Fußballmannschaft in Hammelspring. Die Spielkleidung wurde von den Frauen der Fußballer aus alten Stoffresten genäht, Fußbälle und Fußballschuhe wurden aus der Bevölkerung organisiert und so begann unter sehr schwierigen Bedingungen der Templiner Nachkriegs-Fußball. In den ersten Nachkriegsjahren bestanden wegen Treibstoffmangel immer große Transportschwierigkeiten bei Auswärtsspielen.
Zusammen mit dem Sportamt Eberswalde wurde 1947 eine Punktspielrunde für die Bereiche Eberswalde-Templin gebildet. Dabei wurde der Fußball für Spieler und Zuschauer wieder interes- santer.
Um eine einheitliche Sportbewegung aufzubauen, fand nach einem gemeinsamen Aufruf des FDGB und der FDJ am 1.10.1948 die konstituierende Tagung zur Bildung des "Deutschen Sportausschusses" als Dachorganisation des Sportes statt. Das Sportamt Templin wurde aufgelöst. Nach der Auflösung des Sportamtes Templin kam es zur ersten Nachkriegsgründung einer Sportgemeinschaft. Am 2. September 1948 wurde die Sportgemeinschaft "Union" in Templin gegründet.
Bald nach der Gründung des Deutschen Sportausschusses fand am 7.11.1948 ein repräsentatives Fußballspiel im Templiner Stadion statt, und zwar der Ländervergleichskampf Land Brandenburg B gegen das Land Sachsen B.
Die Sportgemeinschaft Union hat nicht lange bestanden und wurde bereits am 13. Juni 1949 durch eine Umbenennung in SG Fortschritt Templin abgelöst. Die Fußballmannschaften der SG Fortschritt spielten in der neu gebildeten Bezirksklasse Eberswalde.
Der Sport wurde auf Gewerkschaftsbasis umgestellt und es kam zur Gründung von Betriebssportgemeinschaften. Damit war auch das Dasein der SG Fortschritt beendet. Es kam im April 1950 zur Gründung der "Betriebssportgemeinschaft KWU Templin" (Kommunales Wirtschaftsunternehmen).